Mittwoch, 5. November 2014

Tag vierundzwanzig - Animals

„If you didn't care what happened to me, and I didn't care for you” Roger Waters

Pink Floyd ist für mich nur Pink Floyd mit Roger Waters. Dennoch gibt es ein Album aus jener Ära, das ich nur einmal komplett gehört habe. Nämlich Animals. Ich besitze es auf Vinyl, mit dem großen Cover auf dem ein Schwein über einem Kraftwerk schwebt. Eigentlich das imposanteste Pink Floyd Cover. Es strahlt für mich mehr Dystopie aus als der brennende Mann auf dem Wish you were here Album. 

Heute habe ich mir Animals zum zweiten Mal komplett angehört. Es ist zwischen den Zeilen nicht die Hippie Attitüde versteckt, die ich erwartete. Ich dachte, es stellt den Kreislauf in der Natur dar, das Tier unser Freund und so, oder mahnt wenigstens vor dem Fehler diesen Kreislauf zu durchbrechen. Eben diese menschlichen Abgründe, die Waters gerne thematisierte. Ehrlich gesagt, wollte ich mir nur ganz billig einen Standpunkt leihen, den ich anbringen kann, falls mir wieder die Sinnfrage gestellt wird. Einen 37 Jahre alten Standpunkt. Bisher erzähle ich den Leuten immer was anderes, wenn es um den Verzicht auf tierische Produkte geht. Damit es nicht langweilig wird.

Top 5 der Gründe, weshalb ich keine tierischen Produkte esse, die Diskussionen idealerweise beenden sollen und damit mir nicht langweilig wird:

  1. "Ich habe sämtliche Allergien"
  2. "In letzter Zeit plagt mich ein hartnäckiges Sodbrennen, kennst du das, wenn die Suppe hochschießt?"
  3. "Das kommt doch aus der Mache von dem Schalke Tönnies. Ich trinke ja auch kein Veltins."
  4. "Ich esse nichts, dass ich nicht selbst gejagt und erledigt oder zumindest überfahren habe."
  5. "Da ist so ein fünf jähriges Mädchen, dass für eine Magenspiegelung in die Klink musste, weil sie zuviel Fleisch gegessen hatte."

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